1. Einführung in ArcGIS
1.1. Anmerkung
Bei folgendem Tourguide handelt es sich um einen Wegweiser für die Version ArcGIS Pro 2.7 (oder neuer). Frühere Versionen besitzen bestimmte Funktionen nicht oder müssen auf eine andere Art bedient werden.
1.2. Motivation / Lernziele dieser Übung
Ziel dieser Übung ist es, ein grundlegendes Verständnis für das verwendete Programm ArcGIS Pro (von ESRI) zu bekommen, auf dem die weiteren Übungen aufbauen werden. Es werden die grundlegenden Funktionen zum Laden, Verwalten und Darstellen von Geodaten sowie zur Navigation aufgezeigt. Diese Übung dient daher als Grundlage aller weiteren Übungen, welche mit ArcGIS Pro durchgeführt werden (das Wissen wird daher für alle zukünftigen Übungen vorausgesetzt).
Weitere Informationen finden Sie hier: ArcGIS Pro
Natürlich liegen die besonderen Stärken dieses Programms eher in der Analyse vorliegender Geodaten; darauf wird in den kommenden Übungen näher eingegangen werden.
1.2.1. Warum ist das erforderlich?
Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten als (GIS-)Analyst in einer Stadtplanungsbehörde oder in einem großen Bauunternehmen. GIS ist eine zentrale Kompetenz für die räumliche Analyse, und es ist immer von Vorteil, praktische Erfahrungen mit Software wie ArcGIS Pro zu sammeln. Durch die Bearbeitung der Übungen in diesem Kurs und die Arbeit mit der Software erhalten Sie einen Einblick in die Welt der Geoinformationssysteme, die verschiedenen Datentypen, Anwendungen usw.
Im Folgenden finden Sie einige kurze Informationen zu der Software, die in dieser Übung verwendet wird.
ArcGIS Pro arbeitet mit Shapefiles und GIS-Daten. Karten und 3D-Modelle sind dabei in realen Koordinatensystemen verortet. Sie können Daten bearbeiten, neue Daten erstellen sowie Muster analysieren und Simulationen durchführen. Die Daten werden in Form von „Tabellen“ mit zugehörigen Geometrien gespeichert. ArcGIS Pro unterstützt eine Vielzahl von Datentypen, insbesondere Shapefiles.
Note
ArcGIS Pro bietet eine Vielzahl von Funktionen zur Datenverwaltung, Visualisierung und Analyse. Die Auswahl der geeigneten Werkzeuge hängt von der jeweiligen Aufgabe, den Datentypen und dem gewünschten Ergebnis ab.
Tip
Scheuen Sie sich nicht, mit verschiedenen Tools und Werkzeugen zu experimentieren. Unabhängig davon, was Sie ausprobieren, werden die ursprünglichen Eingabedaten nicht verändert.
1.3. Vorbereitung - ArcGIS Pro
1.3.1. Installation von ArcGIS Pro (nur relevant falls Sie am eigenen Rechner arbeiten, in den cip-pools ist die Software bereits installiert)
Die folgenden Anweisungen gelten ausschließlich für Ihre eigenen Rechner. Für die Computer in den CIP-Pools sind diese Schritte nicht relevant.
Note
ArcGIS Pro ist in den CIP-Pools bereits installiert und für alle verfügbar. Sie müssen (und können) die Software dort nicht selbst installieren. Die folgenden Hinweise sind nur relevant, wenn Sie ArcGIS Pro auf Ihrem eigenen Rechner installieren möchten.
Bitte nutzen Sie das ArcGIS Pro Tutorial (verfügbar unter dem Reiter “Übungen” auf der Moodleseite) für die Installation von ArcGIS Pro. Dieses ist direkt mit Ihrer TUM-ID verknüpft und erfordert in der Regel keine zusätzlichen Zugangsdaten.
Note
Beachten Sie, dass Sie die ArcGIS-Lizenz beim ersten Start aktivieren müssen (durch Anmeldung mit Ihrer TUM-ID). Der Aktivierungsprozess ist im ArcGIS Pro Tutorial beschrieben und wird auch unten nochmals erläutert.
Tip
Es wird dringend empfohlen, die Computer in den CIP-Pools zu nutzen, da dort alles bereits mit Ihrer TUM-ID eingerichtet ist. Falls Sie keinen Zugang haben, wenden Sie sich bitte an die Lehrenden oder Tutor*innen. Bei Problemen können Sie sich jederzeit an diese wenden.
1.3.2. Aktivierung der Lizenz (ArcGIS Pro)
Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, muss die ArcGIS-Pro-Lizenz über Ihre TUM-ID aktiviert werden. Beim ersten Start von ArcGIS Pro werden Sie automatisch dazu aufgefordert.
Gehen Sie dabei wie folgt vor:
Wählen Sie die Option Sign in to your ArcGIS organization (siehe Screenshot)
Ergänzen Sie die URL zu: tu-muenchen.maps.arcgis.com
Sie werden anschließend zur sicheren TUMOnline-Anmeldung weitergeleitet. Melden Sie sich dort mit Ihrer TUM-ID und Ihrem Passwort an.
Die Lizenz wird danach automatisch aktiviert.
1.3.3. Arbeiten mit ArcGIS Pro
Stellen Sie sicher, dass Sie die Installation und Aktivierung abgeschlossen haben. Arbeiten Sie das ArcGIS Pro Tutorial durch und machen Sie sich mit der Benutzeroberfläche sowie den grundlegenden Werkzeugen vertraut.
Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie:
ArcGIS Pro installiert (nur falls erforderlich – nicht notwendig in den CIP-Pools) und mit Ihrer TUM-ID aktiviert haben
den bereitgestellten Datensatz heruntergeladen und in Ihrem Datenordner gespeichert haben
ein neues ArcGIS-Projekt in Ihrem Projektordner erstellt haben (wie im ArcGIS Pro Tutorial beschrieben; siehe auch: ArcGIS-Projektorganisation)
1.3.4. Kopie der Daten und Start von ArcGIS Pro
Laden Sie den Datenordner ATKIS von Moodle (https://www.moodle.tum.de/) herunter, entpacken Sie diesen und kopieren Sie den entpackten Ordner in Ihrem Projektordner. Alternativ können Sie den ATKIS Datenordner auch per drag-and-drop auf Folders in Ihr Projekt einlesen.
Note
ATKIS (Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem) ist das amtliche topographische Informationssystem Deutschlands und liegt daher ausschließlich in deutscher Sprache vor. In dieser Übung werden wir mit diesen Daten arbeiten. Wenn Sie die heruntergeladenen Daten entpacken, finden Sie den Ordner ATKIS München_Stadt sowie eine PDF-Datei mit dem Titel Basis DLM. Verbinden Sie den Ordner ATKIS München_Stadt mit dem Catalog Ihres ArcGIS-Projekts. Dort werden verschiedene Layer angezeigt. Diese Layer bestehen aus einer Abkürzung von drei Buchstaben, zwei Zahlen sowie einem Indikator (l = Linien, f = Flächen, p = Punkte). Dies entspricht der offiziellen Notation für Geodaten im ATKIS und wird in der beigefügten PDF-Datei näher erläutert.
Die Dateiendung .shp zeigt außerdem, dass es sich um Shapefiles handelt.
1.3.5. Überblick der Programmoberfläche in ArcGIS Pro
Das Programm baut sich aus verschiedenen Teilen auf, die im weiteren Verlauf der Übung einzeln erläutert werden.
Oben lassen sich die Menüleiste sowie verschiedene Toolbars erkennen (siehe Abb. 1.1: gelb umkreist). Einzelne Toolbars lassen sich mit Rechtsklick auf eine beliebige Fläche aktivieren bzw. deaktivieren.
Auf der linken Seite befindet sich das Inhaltsverzeichnis bzw. Contents (rot umkreist), in dem alle geladenen Layer aufgezeigt werden (zu diesem Zeitpunkt sind diese natürlich noch leer, da noch keine Daten geladen wurden)
Auf der rechten Seite lassen sich verschiedene Programmbestandteile anpinnen, hier sind dies Catalog und Geoprocessing (grün umkreist)
Abb. 1.1 Aufbau ArcGIS Pro
🔵 Blau: Anzeigefenster –> Stellt die ausgewählten Layer graphisch dar
🟡 Gelb: Menüleisten und aktive Toolbars –> Aufrufen der grundlegenden Funktionen
🔴 Rot: Contents –> Auflistung aller geladenen Layer
🟢 Grün: Angepinnte Funktionen und Programme –> Dienen dem schnellen Zugriff auf wichtige Tools
1.3.6. Speichern des Projekts
Es ist unbedingt zu empfehlen, in regelmäßigen Abständen (z.B. nach jedem Kapitel) Ihr Projekt zu speichern. Dies verläuft grundsätzlich genauso, wie bei einem Textdokument o.ä.:
1.4. Einladen von Geodaten
Im folgenden Kapitel soll das Einladen von Geodaten in ArcGIS Pro erklärt werden.
Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, Geodaten in ArcGIS Pro zu laden:
Generell wird empfohlen, mit dem Catalog zu arbeiten (Methode 1)
Der “Add Data”-Button bietet sich für das Laden einzelner Layer an (Methode 2)
1.4.1. Erstellen einer Geodatenbank
Öffnen des Catalog auf der rechten Fensterseite
Sollte der Catalog dort nicht aufgeführt sein: Catalog Pane Button im View Tab anklicken

Erstellen Sie eine neue Geodatenbank: Rechtsklick auf Ihren verbundenen Ordner –> New –> File Geodatabase
Machen Sie die Geodatenbank zu ihrer Standarddatenbank: Übergeordneter Menüpunkt Databases –> Rechtsklick auf eben erstellte Datenbank –> Make Default
Abb. 1.2 Aufbau Catalog
Nun ist der Dateipfad fest im System gespeichert und kann jederzeit neu aufgerufen werden. Dazu muss im Catalog einfach der Ordner Folders ausgewählt werden. Falsch gesetzte Pfade können über Rechtsklick Remove wieder gelöscht werden.
1.4.2. Möglichkeit 1 - Integriertes Catalog-Fenster
Betrachtet man den Ordner ATKIS München_Stadt im Catalog, so erkennt man verschiedene Layer; diese setzen sich aus einem Kürzel von 3 Buchstaben, 2 Zahlen sowie einem Indikator (l = Linien, f = Flächen und p = Punkte) zusammen. Dies ist die offizielle Notation für Geodaten im ATKIS (Amtliches Topographisch Kartographisches Informationssystem). Zur Bedeutung siehe Kapitel 4.2 im beigefügten PDF Basis DLM (Die PDF finden Sie im ATKIS Ordner den Sie bereits heruntergeladen haben).
Anhand der Dateiendung .shp lässt sich außerdem erkennen, dass es sich hierbei um Shape-Dateien handelt. Nun wollen wir beispielhaft den Layer geb01_l hinzufügen, bei dem es sich laut offizieller Notation um die Grenzen der Verwaltungsgebiete handelt.
Per Drag and Drop ziehen Sie den Layer geb01_l.shp entweder in das Anzeigefenster oder in den Bereich Contents
Abb. 1.3 Hinzufügen eines neuen Layers
💡❔ Fragen ❔💡
Was stellt dieser Layer dar? Begründen Sie Ihre Antwort anhand der Layer-Bezeichnung oder des Handbuchs.
Aus welchem Geometrietyp besteht der Layer (Punkt, Linie oder Fläche)? Wie können Sie dies erkennen?
Untersuchen Sie den Catalog: Welche Informationen über den Layer können Sie dort finden (z. B. Dateityp, Pfad, Eigenschaften)?
1.4.3. Möglichkeit 2 - Add Data
Eine zweite Möglichkeit, Daten hinzuzufügen, bietet der Button Add Data.
Navigieren Sie wieder zu dem entsprechenden Ordner in Folders
Wählen Sie einen beliebigen Layer aus und fügen Sie diesen hinzu
Tip
Durch Gedrückt-Halten der Strg-Taste können auch mehrere Layer gleichzeitig ausgewählt und hinzugefügt werden!
1.5. Laden verschiedener Layer
1.5.1. Laden mehrerer Layer
Benutzen Sie die oben erläuterten Verfahren, um Geodaten in ArcGIS Pro zu laden
Laden Sie die Layer gew01_f und sie02_f sowie veg01_f, veg02_f und veg03_f
Sie können auch weitere Layer Ihrer Karte hinzufügen, z.B. das Shapefile ver03_f.shp, bei dem es sich um Bahnverkehr handelt (um die leeren Flächen rund um den Haupt- und Ostbahnhof zu füllen).
1.5.2. Umbenennen der einzelnen Layer
Nun sind einheitliche Bezeichnungen in der Form xxx00_y zwar unumgänglich für die Verwaltung großer Datenmengen, jedoch sind diese zugleich auch nicht sehr aussagekräftig für den menschlichen Benutzer.
Daher bietet es sich an, neue und aussagekräftige Namen für die jeweiligen Layer anzugeben, um diese klar zu definieren.
Durch einen Rechtsklick auf einen beliebigen Layer in Contents lassen sich die Properties des ausgewählten Layers aufrufen, in dem sich diverse Einstellungen vornehmen lassen
Dort kann unter dem ersten Reiter General ein neuer Name vergeben werden
Benennen Sie die Layer entsprechend ihrer Definition aus dem offiziellen Handbuch für Geodaten des BKG (liegt als PDF Basis DLM Ihren Daten bei - Kapitel 4.2). Natürlich können Sie auch kürzere Namen vergeben oder Abkürzungen verwenden; Wichtig ist, dass für den Benutzer klar ist, welcher Layer was darstellt.
💡❔ Fragen ❔💡
Fügen Sie einen Screenshot des Layers ein, sobald er angezeigt wird.
Wählen Sie ein Feature aus und beschreiben Sie die zugehörigen Informationen:
Welche Informationen enthält die Attributtabelle?
Nennen Sie mindestens drei Attribute.
Warum ist die Attributtabelle für die Arbeit mit Geodaten wichtig?
1.5.3. Ändern der Darstellungsreihenfolge
In Contents finden sich in der oberen Leiste verschiedene Darstellungsmodi:
Abb. 1.4 Ändern der Darstellungsreihenfolge
Der wichtigste und gleichzeitig erste Modus in der Auswahl ist List by Drawing Order. In diesem Modus lässt sich die Darstellungsreihenfolge der einzelnen Layer ändern. Dies ist für die richtige Darstellung von entscheidender Bedeutung! So sollten Punkte und Linien im Normalfall stets über den Flächen liegen, da sie sonst von den Flächen überdeckt werden.
Im List By Drawing Order-Modus lässt sich durch Drag and Drop die Darstellungsreihenfolge in Contents ändern
Ein Layer, der in Contents über einem anderen steht, wird auch in der Darstellung über den anderen gezeichnet
Des Weiteren können einzelne Layer durch Entfernen des Hakens vor ihrem Namen deaktiviert werden. D.h. sie werden zwar ausgeblendet, stehen dem Programm aber trotzdem noch in vollem Umfang zur Verfügung.
Abb. 1.5 Deaktivieren von Layern in Contents
So sollte das vorzeitige Ergebnis in etwa ausschauen (Farben werden zufällig vergeben):
Note
Die Darstellungsreihenfolge bestimmt die Sichtbarkeit der Layer. Der oberste Layer ist vollständig sichtbar, während darunterliegende Layer von darüberliegenden überdeckt werden können.
Sie können die Reihenfolge durch Drag and Drop ändern oder einzelne Layer ein- bzw. ausblenden.
Abb. 1.6 Vorzeitiges Ergebnis der Karte
Note
Das Umbenennen eines Layers ändert nicht den Namen der ursprünglichen Datei, sondern nur die Anzeige im Projekt.
Wenn Sie eine neue Datei mit einem neuen Namen erstellen möchten, müssen Sie den Layer per Rechtsklick exportieren und in Ihrer Geodatenbank speichern.
💡❔ Fragen ❔💡
Beschreiben Sie kurz:
den ursprünglichen Layernamen,
die offizielle Notation aus dem Basis_DLM-PDF,
eigener verständlicher Bezeichnung.
In welcher Reihenfolge haben Sie die Layer angeordnet? Begründen Sie Ihre Entscheidung.
Welche Probleme können auftreten, wenn die Reihenfolge nicht korrekt gewählt wird?
Erstellen Sie einen Screenshot, auf dem sowohl Karte als auch Contents sichtbar sind.
1.6. Basisfunktionen
1.6.1. Ziel der Aufgabe
Um mit den verschiedenen Tools von ArcGIS Pro vertraut zu werden, soll nun mit den einzelnen Möglichkeiten bzw. Basisfunktionen experimentiert werden. Sämtliche in diesem Kapitel verwendeten Funktionen finden sich in der Menüleiste Map. Diese sollte standardmäßig aktiviert sein.
Abb. 1.7 Menüleiste Map
1.6.2. Zoomen
Drehen des Mausrads
Kontinuierlicher Zoom durch gedrückt halten der rechten Maustaste
Durch den
Button kann automatisch wieder auf das gesamte Gebiet
gezoomt werden
Je nach Anzahl und Größe der Layer kann es zu längeren Rechenzeiten kommen, da die Lage aller angezeigten Polygone neu berechnet werden muss. Zur Vermeidung können einzelne Layer deaktiviert werden, indem man den Haken im Kästchen vor dem Namen entfernt.
1.6.3. Verschieben
1.6.4. Identifizieren
1.6.5. Weitere Funktionen
Des Weiteren werden noch etliche andere Funktionen in dieser
Menüleiste angeboten. Testen Sie doch einmal das Measure-Tool
oder andere Werkzeuge, um sich mit der allgemeinen Bedienung etwas
vertraut zu machen.
💡❔ Fragen ❔💡
Verwenden Sie das Measure-Tool, um eine Distanz oder Fläche zu messen.
Was haben Sie gemessen (z. B. Entfernung zwischen zwei Punkten, Fläche eines Objekts)?
In welcher Einheit wird das Ergebnis angezeigt? Können Sie diese ändern?
Fügen Sie einen Screenshot Ihrer Messung ein.
1.6.6. Attributtabelle
Nun kommen wir zu einem der wichtigsten Werkzeuge in der Verarbeitung von Geodaten - der Attributtabelle (Attribute Table). Dort sind alle Informationen über jedes einzelne Feature gespeichert und können dort auch bearbeitet werden.
Rechtsklick in Contents auf einen beliebigen Layer, z.B. Baulich geprägte Flächen (bzw. sie02_f) –> Attribute Table
Versuchen Sie, den Aufbau und die hier dargestellten Informationen in den ersten 6 Spalten zu verstehen; dazu kann Ihnen das Handbuch des BKG wieder eine Hilfe sein (Kapitel 4.3)
Note
Diese Tabelle wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Übungen darstellen, da dort sämtliche Metadaten der einzelnen Features abgespeichert sind.
Abb. 1.8 Attribut-Tabelle des Layers Baulich geprägte Flächen
Note
Die Attribut-Tabelle ist eine der wichtigsten Bestandteile in ArcGIS, um thematische Sachdaten zu bearbeiten!
1.7. Symbologie ändern
1.7.1. Ziel der Aufgabe
ArcGIS weiß natürlich nicht, welcher Layer was darstellt und vergibt daher die Farben für die einzelnen Features zufällig. Da ein Waldstück dann beispielsweise lila eingefärbt ist, ist dies für den menschlichen Benutzer doch eher ungewohnt. Daher soll nun die Farbgebung für die einzelnen Features entsprechend ihrer Bedeutung angepasst werden.
1.7.2. Ändern der Symbologie eines einzelnen Layers
Klicken Sie hierfür in Contents auf das farbige Symbol unterhalb des Namens
Stellen Sie die Farben und Symbole so ein, dass die Bedeutung leichter intuitiv erkannt werden kann.
So könnte eine Karte für den Süden von München aussehen:
Abb. 1.9 Karte mit neuer Symbologie
1.7.3. Ändern der Symbologie - allgemein
Oft reicht es nicht aus, nur die Farbe für den gesamten Layer zu ändern, sondern man muss für verschiedene Inhalte jeweils eine eigene Farbe definieren. Man betrachte z.B. erneut den Layer Baulich geprägte Fläche und öffnet die Attribut-Tabelle; dort lässt sich aus dem Attribut OBJART_TXT die aktuelle Nutzung herauslesen (6. Spalte). Wir wollen nun also für jede Nutzung eine eigene Symbologie definieren!
Rufen Sie über Rechtsklick auf den Layer Baulich geprägte Fläche die Symbology auf
Navigieren Sie zum Reiter Primary symbology
In der Drop-Down-Liste finden Sie eine Auswahl verschiedener Modi
–> Da wir die Farbgebung nach der Nutzung kategorisieren wollen, wählen wir Unique Values unter Symbolize your layer by category
Nun müssen wir unter Field 1 das Attribut auswählen, welches kategorisiert werden soll
Nun kann durch Doppelklick auf die einzelnen Werte in der Spalte Symbol die Symbologie geändert werden
Abb. 1.10 Ändern der Symbologie für verschiedene Kategorien
So in etwa könnte das Ergebnis dann aussehen:
Abb. 1.11 Mögliches Ergebnis nach dem Ändern der Symbologie
💡❔ Fragen ❔💡
Nach welchem Prinzip haben Sie die Farben gewählt (z. B. intuitive Farbwahl für bestimmte Objekte)?
Warum ist eine geeignete Symbologie für die Interpretation der Karte wichtig?
Fügen Sie einen Screenshot des Ergebnisses ein.
1.8. Abschluss
Die in dieser Übung verwendeten Basiswerkzeuge sind unabdingbar für die Bearbeitung aller weiteren Übungen in dieser Lehrveranstaltung. Es handelt sich dabei um die grundlegenden Werkzeuge, deren Wissen immer wieder aufs Neue benötigt wird, um die folgenden Übungen erfolgreich absolvieren zu können. Daher ist das Wissen über die Benutzung der hier vorgestellten Methoden unverzichtbar und wird in den folgenden Übungen als Basiswissen vorausgesetzt!
Zippen Sie Ihren Projektordner (Rechtsklick –> Senden an –> ZIP-komprimierter Ordner). Laden Sie den gezippten Ordner auf Moodle hoch.
Diese Übung ist mit Absicht etwas kürzer gehalten. Wenn Sie wollen, testen Sie eigenständig weitere Werkzeuge und Methoden, um sich mit dem Umgang vertraut zu machen.
1.9. (OPTIONAL) Vertiefungsaufgabe – Geoprocessing Tools in ArcGIS Pro
🔍 Diese zusätzliche Aufgabe richtet sich an Studierende, die sich intensiver mit ArcGIS Pro beschäftigen und ihr Wissen vertiefen möchten.
Note
Diese Aufgabe ist optional und muss nicht abgegeben werden.
Dabei handelt es sich um Werkzeuge, die spezifische Funktionen ausführen. Diese werden im Laufe des Semesters in den weiteren Übungen ausführlicher behandelt. Sie finden diese unter Analysis → Geoprocessing → Tools. Klicken Sie auf Tools; diese öffnen sich dann auf der rechten Seite Ihres Projekts. Sie können entweder über die Suchleiste gezielt nach Tools suchen oder die einzelnen Toolboxes aufklappen und die enthaltenen Werkzeuge erkunden. Wenn Sie ein Tool öffnen (durch Doppelklick), sehen Sie die erforderlichen Eingabe-, Ausgabe- und Verarbeitungsparameter. Jeder Parameter ist mit einem kleinen „i“ versehen, das eine Erklärung enthält.
Neben dem Titel des Tools befindet sich ebenfalls ein „i“, das zusätzliche Informationen zum Tool liefert.
Parameter, die mit einem roten „*“ gekennzeichnet sind, sind verpflichtend.
In dieser Übung werden die Geoprocessing-Tools nicht im Detail behandelt.
Wählen Sie ein beliebiges Tool aus der Liste und beschreiben Sie folgende Punkte:
Name des Tools und die Toolbox, zu der es gehört
Eingabeparameter
Verarbeitungsparameter (falls vorhanden). Geben Sie dabei separat an, welche Parameter verpflichtend und welche optional sind.
Ausgabe: Was ist Ihrer Meinung nach das erwartete Ergebnis?
Liste der Environment-Parameter
Tip
ArcGIS Pro verfügt über ein umfangreiches Online-Hilfeportal, in dem alle oben genannten Informationen detailliert beschrieben sind. Falls Sie diese Informationen nicht direkt im Tool finden oder verstehen, nutzen Sie bitte die Hilfedokumentation.
1.10. Abgabe
Bitte reichen Sie alle Dateien als ZIP-Datei in der auf Moodle beschriebenen Struktur ein: ArcGIS-Projektorganisation
Das ArcGIS-Projekt mit allen zugehörigen Daten
Antworten auf die Fragen in den einzelnen Aufgaben
⚠️ Die optionale Aufgabe muss nicht abgegeben werden. ⚠️
1.11. Zusammenfassung der Übung
In dieser Übung haben Sie die grundlegenden Funktionen von ArcGIS Pro kennengelernt:
Erstellung eines Projekts und Einbindung von Geodaten (ATKIS)
Arbeiten mit dem Catalog sowie Interpretation von Layern und Datenstrukturen
Nutzung der Attributtabelle zur Analyse von Geodaten
Organisation und Visualisierung von Layern (Reihenfolge, Symbologie)
Anwendung grundlegender Werkzeuge (Navigation, Explore-Tool, Measure-Tool)
Diese Kenntnisse bilden die Grundlage für die weiteren Übungen im Bereich GIS.




